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Experten prognostizieren Kostenanstieg für die Herstellung nicht gentechnisch veränderter Lebensmittel

 

 

Brookes West & Neville Craddock Associates

London, 21 September 2005: Die Ausführung und Aufrechterhaltung einer GVO-Vermeidungsstrategie für den EU-Lebensmittel- und Futtermittelmarkt wird zunehmend schwieriger. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Der globale Markt gentechnisch veränderter Produkte: Bedeutung und Auswirkungen auf den europäischen Lebensmittelmarkt. Eine Analyse zu Kennzeichnungsvorschriften, Marktdynamik und künftiger Kostenentwicklung (PDF 666 kb English) (open resume in German), die von drei führenden europäischen Agrar- und Lebensmittelexperten[1] erstellt wurde. 

Die Studie führt eine Vielzahl von Lebensmittel- und Futtermittelzutaten auf, die aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden können. Die Verfügbarkeit von nicht gentechnisch veränderten Sojabohnen und entsprechender Derivate aus Brasilien, dem größten Exporteur, wird innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter abnehmen. Dies wird eine zunehmende Preisdifferenz zwischen gentechnisch veränderten und nicht gentechnisch veränderten Soja – voraussichtlich um bis zu 25 Prozent[2] - zur Folge haben,  so ein Fazit der Studie.  

Für die Viehwirtschaft, im Speziellen für Fleisch- und Milchprodukte, bedeutet eine zunehmende Preisdifferenz von primären Futtermittelzutaten innerhalb der kommenden ein bis drei Jahren eine Kostensteigerung für Futtermittel zwischen 6 und 10 Prozent. Die Rentabilität für den Produzenten sinkt wiederum um mindestens 9 bis 29 Prozent. Die könnte langfristig einschneidende wirtschaftliche Konsequenzen bedeuten. 

Für Hersteller von Produkten, wie etwa Margarine, trug der Verzicht auf gentechnisch veränderte Zutaten erheblich zu ihren gestiegenen Rohstoffkosten bei (um bis zu 16 Prozent). Dieser Kostenanstieg wird auch für die kommenden ein bis drei Jahre vorausgesagt. 

Derzeit können diese Zusatzkosten und zusätzliche Aufwendungen noch von der gesamten Versorgungskette aufgefangen werden. Dies könne jedoch auf Dauer nicht haltbar sein und dazu führen, dass Unternehmen ihre „Gentechnik-Vermeidungsstrategie“ überdenken werden, so die Autoren der Studie.  

„Der vorliegende Report ist ein erster grundlegender Ansatz für eine Bewertung der ökonomischen Konsequenzen einer GVO-Vermeidungsstrategie“, so Graham Brookes, einer der Autoren der Studie. „Viele europäische Lebensmittelhersteller, die sich für eine Produktentwicklung „ohne Gentechnik-Kennzeichnung“ entschieden haben, wissen häufig nicht, zu welchem Anteil herkömmliche Lebens- und Futtermittelzutaten aus gentechnisch veränderten Produkten stammen. Hierfür gibt der Report eine durchaus zum Nachdenken anregende Orientierungshilfe“. 

Den vollständigen Report erhalten Sie unter: www.pgeconomics.co.uk 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Neville Craddock

Tel: +44 (0) 1883 740 553

nevillecraddock@tunhouse28.fsnet.co.uk  

Graham Brookes

Tel : + 44 (0) 1303 840958

graham.brookes@brookeswest.co.uk

Randnotizen der Autoren  

1.        Der Report diskutiert Machbarkeit und Kosten einer GVO-Vermeidungsstrategie.  

2.        Verbraucherbedenken und Anforderungen der aktuellen Gesetzgebung haben viele Lebensmittelhersteller veranlasst, der Strategie der Kenzeichnungsfreiheit zu folgen. In einigen Fällen haben Unternehmen eine GVO-Vermeidungsstrategie auf Produkte erweitert, wie Milch und Eier, die aus Vieh- oder Geflügelaufzucht ohne Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel gewonnen werden. (Lebensmittel tierischer Herkunft unterliegen nicht der Kennzeichnungspflicht bezüglich GVO.) 

3.        Der rechtliche Hintergrund, vor dem dieses Konzept erarbeitet wurde, erfuhr erst kürzlich eine entscheidende Novellierung. Die aktuelle EU-Verordnung 1829/2003 verlangt, dass alle Lebens- und Futtermittel gekennzeichnet werden, sobald sie GVO beinhalten oder aus diesen hergestellt wurden; dies unabhängig davon, ob sie analytisch in dem Produkt nachweisbar sind. Die Verordnung gilt für alle Lebens- und Futtermittel und umfasst eine große Anzahl herkömmlicher Zutaten inklusive Zusatzstoffe, die direkt oder indirekt aus GVO hergestellt werden. 

4.        Der Bericht wurde durch den ABE (Agricultural Biotechnology Europe) in Auftrag gegeben.  Motivation hierfür waren zahlreiche Fragestellungen seitens der Lebensmittel- und Futtermittelkette, wie langfristige Machbarkeit und  ökonomische Konsequenzen eines Marktes “ohne Gentechnik-Kennzeichnung“. Von besonderem Interesse war dabei die Tatsache einer steigenden Verfügbarkeit von Zutaten aus gentechnisch veränderten Organismen sowie detaillierteren, europäischen Anforderungen zur Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte.

ABE ist ein europaweites Kommunikationsprogramm mit dem Ziel, wissenschaftsbasierende und sachliche Informationen zur Pflanzenbiotechnologie zur Verfügung zu stellen - www.abeurope.info.

[1] Graham Brookes (Brookes West, UK), Neville Craddock (Neville Craddock Associates, UK) und Professor Bärbel Kniel (Biotask AG, Germany) 

[2] Dies bezieht sich auf die Preisdifferenz für “Hard IP” Sojabohnen, für die ein Anstieg von etwa 10% auf 25% erwartet wird. - “Hard Identity Preservation” sind Rohstoffe, die einem strikten IP Herstellungssystem durch die gesamte Warenkette hindurch unterliegen, um strengeren Kennzeichnungsvorschriften (0,1 %) für das unbeabsichtigte Vorkommen gentechnisch veränderter Bestandteile gerecht zu werden. Regelmäßige Analysen innerhalb der Warenkette gewährleisten, dass die Käuferanforderungen eingehalten werden.
 

 

Co-existence introduction

A copy of the report "Genetically Modified Maize - Pollen Movement and Crop Co-existence" can be downloaded - click here!

Co-existence of GM and non-GM crops: current experience and key principles

Co-existence in North American agriculture: can GM crops be grown with conventional and organic crops?

GM and non GM arable crops can co-exist in the EU without problems: says new research paper

Co-existence of GM and non GM crops in the UK can occur without problems

Co-existence of GM and non GM crops: economic and market perspectives - PDF format

Co-existence of GM and non GM crops: case study of maize grown in Spain - PDF format

Co-existence of GM and non GM crops in the UK can occur without problems - PDF format

EU Commission report on co-existence

EU Paper on GMO's in seeds


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www.pgeconomics.co.uk

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